Gute Nachrichten für den Gewässerschutz in Mittelhessen:
Der Staatssekretär Michael Ruhl vom Hessischen Ministerium für Landwirtschaft und Umwelt, Weinbau, Forsten, Jagd und Heimat hat zwei Zuwendungsbescheide in Höhe von insgesamt knapp 2,6 Millionen Euro an Vertreter des Wasserverbands Kleebach überreicht. Die Fördermittel fließen in die Erweiterung von Regenüberlaufbecken in Hüttenberg-Rechtenbach und Pohlheim-Garbenteich.
Die Projekte stellte Betriebsleiterin Constanze Foerster vor: In Hüttenberg-Rechtenbach wird das bestehende Regenüberlaufbecken um ein offenes Rundbecken mit zusätzlichen 2000 Kubikmetern Volumen ergänzt. Dadurch soll die Belastung des Schwingbachs mit Mischwasser nahezu halbiert werden.
Im Pohlheimer Stadtteil Garbenteich entsteht ein weiteres offenes Betonbecken mit rund 500 Kubikmetern zusätzlichem Volumen. Der vorhandene Stauraumkanal mit bislang 169 Kubikmetern Rückhaltevolumen wird damit deutlich aufgewertet. Ziel ist es, das sogenannte Entlastungsvolumen – also die bei Regenereignissen in die Gewässer abfließende Mischwassermenge – um rund 12 000 Kubikmeter zu reduzieren.
Thomas Brunner, Geschäftsführer des Zweckverbands Mittelhessische Wasserwerke, der auch die Geschäftsführung des Wasserverbands innehat,machte jedoch auch deutlich, dass die Herausforderungen wachsen: „Der Investitionsbedarf bei der Abwasserversorgung ist höher als bei der Wasserversorgung. Wir müssen sehr viel Geld in die Hand nehmen, befinden uns aber in einer guten Situation.“ Ruhl stimmte ihm zu: Es sei festzustellen, dass in der Bevölkerung oft das Bewusstsein für die Notwendigkeit solcher Maßnahmen fehle, da ein Großteil der Infrastruktur unsichtbar unter der Erde liege.
Insgesamt plant der Wasserverband die Erweiterung von sieben Regenrückhaltebecken im gesamten Verbandsgebiet. Eine erste Maßnahme in Linden-Leihgestern wurde bereits 2024 abgeschlossen. Mit den nun überreichten Förderbescheiden fällt der Startschuss für die nächsten Projekte – ein weiterer Schritt hin zu besserem Gewässerschutz auch im Kleebachtal.